Zahlreiche Geflüchteten-Helferinnen und Helfer, die eine Verpflichtungserklärung unterschrieben haben, um Menschen in Not in Deutschland den Aufenthalt zu ermöglichen, werden offenbar unverhofft übergebührlich zur Kasse gebeten. Schuld ist offenbar die Rechtslage (siehe SZ vom 28.08.17: Die gute Tat kann teuer werden“) Und wie ist das in Münster? Das wollen Grüne und CDU nun genauer wissen und fordern per Antrag einen Bericht von der Stadtverwaltung ein. Sie wollen Belastungen für helfende Menschen auffangen. Wörtlich steht im Antrag, der am 11.10.17 im Sozialausschuss der Stadt Münster behandelt werden wird:

„Viele Jobcenter haben breits Forderungen gestellt, zumindest in Höhe von mehreren tausend Euro, nicht selten auch über 10.000 Euro und mehr. Dies erfolgt auch in den Fällen, in denen bereits vor der Gesetzesänderung in 2016 eine entsprechende Verfplichtungserklärung eingegangen worden ist. Dies stellt aus sozialpolitischer Sicht eine nicht zu vertretende Härte dar und vermittelt ein falsches gesellschaftspolitisches Signal gegenüber bürgerschaftlichem Engagement. Die PErson, die sich mit der Übernahme von Bürgschaften besonders für Flüchtlinge eingesetzt und zivilgesellschaftliches Engagement in dieser Frage gezeigt haben, dürfen nicht auf den Kosten hängen bleiben und dabei selber noch in finanzielle Not geraten.“